종교학의 세계
2004.09.16 14:21

Zum Charakter des Neo-Konfuzianismus

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Charakter des Neo-Konfuzianismus

a. Philosophie für die Beamten: man kann durch Lernen zum „shengren“ werden
In der chinesischen Geschichte kann der Neo-Konfuzianismus als Philosophie oder Sozialethik der Beamten betrachtet werden. Außerdem enthält diese neue konfuzianische Tradition die Lehre der Selbstvervollkommnung. Die neokonfuzianischen Gelehrten behaupten, dass der Mensch durch Lernen ein idealer Mensch „shengren“ (聖人) werden kann. In dem Buch „Tong shu“ (通書) findet sich folgende Stelle:

„Kann man ein idealer Mensch durch Lernen werden?“
„Ja.“
„Gibt es etwas, was hierfür wichtig ist?“
„Das Eine ist ausschlaggebend: keine persönlichen Wünsche zu haben.“

Das chinesische Wort „shengren“ bezeichnet wörtlich einen „Weisen“ oder den „idealen Menschen“. Nach der konfuzianischen Tradition verehren die chinesischen Völker Konfuzius, Menzius und andere große konfuzianischen Denker und Lehrer als „shengren“. Aber dieses Wort schließt nicht nur moralische und ethische Bedeutungen ein, sondern auch eine politische, d.h der ideale Mensch, den sich die neokonfuzianischen Gelehrten erdacht hatten, sollte auch politischen Einfluss auf die Welt ausüben.

Auf diese Weise betonen die neokonfuzianischen Denker die moralische Tugend der Beamten durch Selbstvervollkommnung. Ebenso behaupten sie, dass jeder Mensch ein Weiser werden kann. Um ein Weiser zu werden, soll man sich auch um die Lösung der Frage nach der Integration des Menschen im Kosmos bemühen, da man eine Beziehung zwischen der menschlichen Natur und der Weltordnung annahm. Dazu entwarf Zhu Xi den „li-qi“-Dualismus (理氣二元論). In der Weltanschauung Zuhs sind der Mensch, der Himmel, die Erde und alle Dinge auf der Welt gleich hinsichtlich ihrer Beziehung von li und qi. Zhu schreibt:

„Der Grund für das Sosein aller Dinge im Universum ist das kosmische Ordnungsprinzip (li).“  
„In dem Universum gibt es li und qi. Li ist das metaphysische Wesen, und auch die Quelle aller lebendigen Dinge. Dagegen ist qi ein konkretes Wesen, und verwirklicht alle Dinge in der Welt. Die Menschen und alle Dinge in der Welt haben durch li eine eigene Natur, während sie durch qi die konkrete Gestalt haben.“  

Wer diese ontologischen Prinzipien erfassen kann, der kann ein Weiser werden. Das ist der Kern des Neokonfuzianismus.


b. Betonung der Geschichte
Für die neokonfuzianischen Gelehrten hat Geschichte eine besondere Bedeutung, weil die Geschichte ein Maßstab sein soll, das eigene Verhalten in der Welt einzuschätzen. Diese Betonung der Geschichte ist auf ihr eigenes genealogisches Gedankengut zurückzuführen. Dafür ist das chinesische Wort „tong“ (統, Überlieferung) ein guter Hinweis. Das Wort „tong“ besteht aus den zwei chinesischen Zeichen, 糸 (Faden) und 充 (voll), die wörtlich ein Knäuel bedeuten. Aus der Beziehung zwischen dem Knäuel und dem Faden enthält dieses Wort auch Konnotationen von Ursprung, Anfang, Entwicklung, Einigkeit, Ordnung u.s.w. Schließlich verstanden die Konfuzianer dieses Wort „tong“ als den synthetischen Begriff, verschiedene Erscheinungen in der Welt systematisch zu erklären. Mit dieser „tong“-entsprechenden Geschichtsauffassung bemühten sie sich, das Leben zu verstehen. Sie glaubten, dass sie und ihre Nachkommen durch „tong“ verbunden seien. Außerdem erklärten sie mit dem Begriff „tong“ den Anfang und den Prozess des menschlichen Lebens. Daher war das Ziel der konfuzianischen Gelehrten, dieses „tong“ bis in die entfernteste Nachwelt zu bewahren und zu verherrlichen. Auf dieser Ebene können die Hochschätzung der Ahnenverehrung und der Ahnentafel in China und Korea betrachtet werden. Wir wenden uns hier kurz dem Charakter der „tong“-Ideologie in der konfuzianischen Tradition zu.

Zum einem glaubte man, dass „tong“ durch die väterliche Linie überliefert wird. Daher konnten die Frauen überhaupt kein „tong“ erben. Zweitens glaubte man auch, dass diese „tong“-Tradition ewig bewahrt werden muss. Die größte Pflicht der Menschen sei daher, das „tong“ zu erhalten. Aus diesem Grund ergab sich die androzentrische Tradition in Ostasien. Drittens glaubte man, dass „tong“ die richtige genealogische Ordnung setzt. Daher seien Stammhalter wichtiger als Kinder der Konkubine. Viertens hielt man die Einordnung des Verwandtschaftsgrades für sehr wichtig, weil das „tong“ der Vorfahren in den Nachkommen überliefert wird. Ebenso glaubte man, dass das „tong“ innerhalb der Familientradition zu verehren sei, worum sich die Nachkommen immer zu bemühen hätten.  Daher sei es so wichtig, Nachkommen zu haben. Man sah sich durch die Nachkommen als Teil eines ewigen Klans und konnte so an der Erlösung in der Geschichte partizipieren. Durch Nachkommen den eigenen Namen zu ehren, soll ewiges Leben garantieren. Es lässt sich daher sagen, dass die Geschichtsauffassung der konfuzianischen Tradition sehr erdgebunden ist.

Geschichte zu schreiben, ist insofern wichtig, weil durch Historiographie, jedwedes Verhalten in der Geschichte einschätzbar wird. In der konfuzianischen Tradition kann daher die Historiographie wie ein Strafgesetzbuch betrachtet werden. Dabei ist entscheidend, jedes geschichtliche Verhalten mit den moralischen Prinzipien des Konfuzianismus zu bewerten, statt die geschichtlichen Tatsachen sachlich darzulegen. Daher müssen Historiker die konfuzianischen Wert-Maßstäbe und die chinesischen Klassiker gut kennen. Größter Makel innerhalb der konfuzianischen Tradition ist es, die Ehre der Familie und des Selbst zu beflecken, indem man historische und gesellschaftliche Pflichten versäumt.  

Als eine Folge dieser „tong“-Ideologie wird eine restaurative Geschichtsauffassung vertreten. Auch Konfuzius sehnte sich nach der Zivilisation und der Kultur der alten Zhou-Dynastie. Noch die neokonfuzianischen Gelehrten der Song-Zeit waren von dieser restaurativen Geschichtsauffassung nicht unabhängig. Aus dem Motto der Konfuzianer in der Song-Zeit „Rückkehr zu Konfuzius und Menzius!“ kann man auch erraten, wie die damaligen konfuzianischen Gelehrten die Geschichte verstanden. Um diese Geschichtsauffassung zu begründen, benutzten sie die neue Methode der Klassiker-Exegese, und diese Exegese-Bewegung wurde von Zhu Xi zu den „vier Bücher“ (四書, Sishu) synthetisiert. Über die Interpretationsbewegung der Klassiker wird in der Folge noch zu sprechen sein.


c. Neuinterpretation der Klassiker
Die neue konfuzianische Tradition fand mittels der Neuauslegung der konfuzianischen Klassiker in die chinesische Geschichte Eingang. Zentrum dieser Bewegung war ein Gelehrter der südlichen Song-Dynastie namens Zhu Xi, durch dessen Bemühungen die sog. „vier Bücher“ die Autorität eines kanonischen Klassikers in der konfu-zianischen Tradition gewannen. Die „vier Bücher“ sind: „Gespräche des Konfuzius“ (Lunyu, 論語), „Menzius“ (Mengzi, 孟子), „Große Lehre“ (Daxue, 大學) und „Lehre der Mitte“ (Zhongyong, 中庸), wobei die letzten beiden kleinen Werke aus dem „Buch der Sitte“ (Liji, 禮記) von Zhu Xi herausgegeben wurden.  Besonders hoch schätzte Zhu die metaphysischen Elemente, die die Bücher enthalten. Zhu glaubte, dass diese metaphysischen Elemente der vier Bücher aus den Lehren von Konfuzius und Menzius stammen. Außerdem war er fest davon überzeugt, dass er durch diese Bücher das moralische Erbe der beiden Weisen übernehmen konnte. Mit der eigenen „tong“-Ideologie führte er die Genealogie der konfuzianischen Lehrer, wie „Konfuzi-us→Menzius→Zhu Dunyi→Bruder Cheng→Zhu Xi“ fort. Besonders schätzte Zhu die „Große Lehre“ und die „Lehre der Mitte“, da er glaubte, dass beide relativ viele moral-philosophische Elemente enthielten, was jedoch ein Irrtum war. In Wahrheit liegt der Schwerpunkt der beiden Bücher in der einfachen moralischen Selbstkultivierung des Edelmanns. Zhu missverstand die Texte als allgemeine moralphilosophische Werke.  Aus dieser Sicht kann man daher verstehen, dass die Methode der Klassiker-Exegese von Zhu Xi nicht auf einer objektiv wissenschaftlichen Methode basierte. Das heißt, dass Zhu im modernen Sinne nicht als Wissenschaftler bezeichnet werden kann. Im strengeren Sinne war er ein politisch überzeugter und praktischer Denker, kein wissenschaftlicher Philosoph. Daher kann seine neue Exegese-Bewegung auch als eine praktische Bewegung betrachtet werden.


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